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Visueller Schlüssel zur Erkennung von Schädlingen an Haselnussbäumen

Inhalt wurde von künstlicher Intelligenz generiert — vor der Anwendung prüfen

Dieser Artikel wurde automatisch aus einer Sammlung von Literatur über Haselnusskulturen unter Einsatz von künstlicher Intelligenz erstellt und kann Fehler oder veraltete Daten enthalten. Er dient als Ausgangspunkt für weitere Recherchen, nicht als fachlicher Rat. Dosierungen, Pflanzenschutzmittel und Anwendungszeitpunkte sind informativ und hängen von der Sorte, dem Standort sowie den geltenden Vorschriften ab. Prüfen Sie diese Angaben unbedingt bei einer Beratungsstelle und auf offiziellen Quellen, bevor Sie Maßnahmen ergreifen.

Wenn Sie in einer Haselnussanlage geschwollene Knospen, angefressene Blätter oder madige Früchte bemerken, ist die erste Frage immer dieselbe: Wer hat das verursacht? Die genaue Identifizierung des Schädlings ist entscheidend, da sie die Grundlage für die Bekämpfungsentscheidung, die Wahl des Mittels und — vielleicht am wichtigsten — den richtigen Zeitpunkt des Eingreifens bildet. Eine falsche Diagnose führt zu verspäteten oder fehlgeleiteten Behandlungen, unnötigen Kosten und weiteren Ertragsverlusten. Dieser Artikel bietet einen praktischen, tabellarischen visuellen Schlüssel, der von sichtbaren Schäden (bezogen auf das Pflanzenorgan: Knospe, Blatt, Kätzchen, Trieb/Ast, Frucht, Wurzel/Stamm) zum wahrscheinlichsten Schädling führt und auf die entsprechende Monografie in diesem Gesamtwerk (Kapitel 15: Kompendium der Schädlinge) verweist. Besonders hervorgehoben wurden Fälle, in denen ähnliche Schäden durch Krankheiten oder abiotischen Stress verursacht werden — dann liegt kein Schädlingsbefall vor, und Sie sollten Kapitel 17 (Krankheiten und abiotische Störungen) konsultieren.

So verwenden Sie den Schlüssel

Der Schlüssel ist nach dem Pflanzenorgan, an dem Sie den Schaden zuerst bemerken, organisiert. Vorgehensweise:

  1. Bestimmen Sie, wo der Schaden auftritt (Knospe, Blatt, Kätzchen, Trieb/Ast, Frucht, Wurzel/Stamm).
  2. Beschreiben Sie, wie der Schaden aussieht (Deformation, Löcher, angefressene Ränder, Schleim, klebriger Belag, Abfallen).
  3. Berücksichtigen Sie die Phänophase und die Jahreszeit — dasselbe Symptom zu unterschiedlichen Zeitpunkten weist auf verschiedene Ursachen hin.
  4. Bestätigen Sie die Befunde bei Bedarf mit einer Lupe oder durch Aufschneiden (z. B. Milben in der Knospe, Larve in der Frucht).
  5. Wenn das Symptom mit einer beschriebenen krankhaften oder abiotischen Ursache übereinstimmt, behandeln Sie nicht gegen Schädlinge, sondern prüfen Sie Kapitel 17.

Goldene Regel der Diagnostik

Ein einzelnes Symptom reicht selten aus. Kombinieren Sie Ort, Erscheinungsbild und Zeitpunkt des Auftretens, und suchen Sie, wann immer möglich, nach dem eigentlichen Verursacher (Käfer, Larve, Milbe), bevor Sie eine Bekämpfungsentscheidung treffen.

Schnellübersicht der wichtigsten Haselnussschädlinge in Kroatien

Bevor wir zu den detaillierten Tabellen kommen, hier eine Übersicht der Hauptakteure, denen Sie am häufigsten begegnen werden:

Schädling (lateinisch) Hauptbefallenes Organ Typisches Merkmal
Haselnussmilbe (Phytoptus / Phytophus avellanae) Knospe Geschwollene, rundliche „große“ Knospen
Haselnussbohrer (Curculio nucum) Frucht (und Blatt) Madige Früchte, Austrittslöcher, kleine Löcher im Laub
Haselnussblattlaus (Myzocallis coryli) Blatt, Sommertrieb, Frucht Honigtau, Rußtau, „nasses Blatt“
Phytophage Wanzen (Gonocerus, Palomena, Nezara u. a.) Frucht Wanzenbefall, leere/schlechte Früchte, Kernfäule
Grüne Obstsackspinne (Phyllobius spp.) Blatt Angefressene Ränder und kleine Löcher im Blatt
Kätzchenwanze (Pantilius tunicatus) Kätzchen Nekrose und Abfallen der Kätzchen
Haselnussbohrkäfer (Oberea linearis) Trieb/Ast Welken und Vertrocknen der Sommertrieb-Spitzen
Walnusswickler (Cydia spp.) Frucht Madige Früchte (seltener, sekundär)
Schildläuse (Eulecanium spp.) Ast, Trieb Braune „Schuppen“ auf der Rinde, Honigtau
Gemeine Spinnmilbe / Rote Spinne (Tetranychus urticae) Blatt Marmorierung des Laubs, kleine Milben auf der Blattunterseite

Diagnostischer Schlüssel nach Organen

Knospen

Knospen sind der erste Ort, an dem im Winter und im zeitigen Frühjahr der wichtigste Schädling der Haselnuss — die Haselknospengallmilbe — erkannt wird.

Sichtbare Schäden / Symptome Wahrscheinlichste Ursache Unterscheidung / Bestätigung Siehe Monografie
Knospe geschwollen, rundlich, deutlich größer als gesund; dunkelrötlich (Herbst/Winter); öffnet sich im Frühjahr nicht Haselknospengallmilbe (Phytoptus avellanae) Knospe aufschneiden und mit Lupe nach zahlreichen kleinen Milben (~0,2 mm) suchen. "Große Knospe" kann bis zu doppelt so groß sein (~10 mm) Monografie: Haselknospengallmilbe
Aus der Knospe entwickeln sich deformierte, verkümmerte, blass-gelbliche Blätter, die vertrocknen Haselknospengallmilbe (Folge der Befall) Am stärksten ausgeprägt in feuchten und kalten Frühjahren Monografie: Haselknospengallmilbe
Knospe nicht geschwollen, aber auf der Schuppe fleckig; Knospe vertrocknet Krankheit (z. B. Labrella coryli / Blattfleckenkrankheit und Austrocknen der Knospen) Keine Milben im Schnitt; ringförmige Flecken an den Blättern in der Nähe → Einheit 17 — (Krankheit)
Knospen angefressen/geschädigt durch Zusatznahrung erwachsener Insekten Haselrüssler oder Blattkäfer (Zusatznahrung) Bissspuren, keine Deformation im Typus der "großen Knospe" Monografien: Haselrüssler / Blattkäfer

Haselknospengallmilbe vs. Knospenerkrankung — entscheidende Unterscheidung

Eine geschwollene, runde "große Knospe" ist fast ein sicheres Zeichen für die Haselknospengallmilbe, insbesondere wenn beim Aufschneiden Kolonien kleiner Milben gefunden werden. Wenn die Knospe trocken und fleckig, aber nicht geschwollen ist, handelt es sich wahrscheinlicher um eine Pilzkrankheit (Blattfleckenkrankheit und Austrocknen der Knospen) — in diesem Fall hilft kein Akarizid/Schwefel gegen die Milbe, sondern schauen Sie in Einheit 17 nach.

Schwellenwert und Monitoring (informationell): Für die Haselknospengallmilbe gibt die Literatur einen Entscheidungsschwellenwert an, wenn im Februar etwa 10 % befallener Knospen beobachtet werden (Stichprobe von 100 Knospen). Die Milbe kann bis zu 20 % der Knospen schädigen, und bei starken Befällen können die Ertragsverluste sehr hoch sein. Die optimale Zeit für die Behandlung ist die Phase der Massenwanderung der Milben in neue Knospen bei einer Lufttemperatur über 15 °C (ungefähr wenn die Haselnuss 5–10 Blätter hat). Schwellenwerte und Fristen sind informativ und hängen von Sorte, Standort und Vorschriften ab.

Blatt

Am Blatt "kreuzen" sich die Spuren mehrerer Gruppen: Defoliatoren (beißen), Blattläuse (saugen und scheiden Honigtau aus) und Milben (marmorieren).

Sichtbare Schäden / Symptome Wahrscheinlichste Ursache Unterscheidung / Bestätigung Siehe Monografie
Angefressene Blattränder + kleine Löcher in der Lamina, zur Zeit des Austriebs Grüne Obstblattkäfer (Phyllobius spp.) Blattkäfer mit grau-silbrigem oder grünlichem Körper; Schäden hauptsächlich im Frühjahr Monografie: Blattkäfer / Phyllobius
Kleine Löcher (Stiche) im Blatt durch Zusatznahrung Haselrüssler (erwachsene Weibchen) Oft zusammen mit Verformung junger Früchte; spätes Frühjahr–Sommer Monografie: Haselrüssler
Klebrige, glänzende Schicht auf dem Blatt ("nasses Blatt"), späterer Rußtaubefall Haselblattlaus (Myzocallis coryli) Läusekolonien auf der Blattunterseite; Honigtau zieht Rußtaupilze an Monografie: Blattläuse
Blatt deformiert, verkümmert, blass, vertrocknet (aus der Knospe) Haselknospengallmilbe (indirekt) Im Zusammenhang mit geschwollenen Knospen (siehe oben) Monografie: Haselknospengallmilbe
Marmoriertes (mosaikartiges Aufhellen) Blatt; auf der Unterseite kleine Milben (~0,7 mm) Brennnesselspinnmilbe / Rote Spinne (Tetranychus urticae) Sommerhitze; feine Spinnweben und punktförmige Diskoloration Monografie: Milben
Blatt mit ringförmigen Flecken (helle Zone umgeben von dunkler), Nekrose, Abwurf Krankheit (Blattfleckenkrankheit, z. B. Labrella coryli) Nach langanhaltenden kalten und regenreichen Perioden → Einheit 17 — (Krankheit)
Ganzes Blatt vergilbt/bräunt ohne Insekten und ohne Honigtau Abiotischer Stress (Trockenheit, Nährstoffmangel, Phytophotoxizität) Keine sichtbaren Organismen → Einheit 17 — (abiotisch)

Angefressene Ränder vs. Honigtau — verschiedene Gruppen

Mechanisches Anfressen der Ränder und Löcher im Blatt verursachen Insekten mit Kauwerkzeug (Blattkäfer, Haselrüssler, Raupen). Klebrige Schicht, Glanz und Rußtaubefall sind Folge von saugenden Läusen und deren Honigtau — hier gibt es kein angefressenes Gewebe. Verwechseln Sie diese nicht: Maßnahmen und Mittel unterscheiden sich.

Kätzchen (männliche Blütenstände)

Kätzchen sind ein leicht übersehbares, aber spezifisches Organ mit eigenem Schädling.

Sichtbare Schäden / Symptome Wahrscheinlichste Ursache Unterscheidung / Bestätigung Siehe Monografie
Kätzchen welken, partiell nekrotisieren und fallen vorzeitig ab Kätzchenwanze (Pantilius tunicatus) Ernährt sich vom Saugen der Säfte aus den Kätzchen Monografie: Wanzen
Kätzchen entwickeln sich nicht aus geschwollenen, deformierten Knospen Haselknospengallmilbe (Befall an generativen Organen) Im Zusammenhang mit "großen Knospen" Monografie: Haselknospengallmilbe
Kätzchen bräunen und verfallen nach Frost/Kälte Abiotische Ursache (Winter-/Frühlingsfrost) Keine Insekten; im Zusammenhang mit temperaturbedingtem Ereignis → Einheit 17 — (abiotisch)

Trieb / Ast

An Trieben und Ästen sind die Spuren seltener, aber wichtig, da sie auf langfristigen Verfall hindeuten können.

Sichtbare Schäden / Symptome Wahrscheinlichste Ursache Unterscheidung / Bestätigung Siehe Monografie
Spitzen des Sommertriebs welken und vertrocknen anschließend Haselbock (Oberea linearis) Larve bohrt/frisst im Inneren des Triebes; Vorhandensein der Gänge prüfen Monografie: Bockkäfer / Bohrer
An der Rinde braune, halbkugelige "Schalen" (Schilder), darunter Läuse; Honigtau Schildläuse (Eulecanium spp.) Unbewegliche Schilder an den Ästen; Klebrigkeit und Rußtaubefall Monografie: Schildläuse
Krebswunden an Ästen und Zweigen, gelber bakterieller Ausfluss bei feuchtem Wetter; Austrocknen der Äste Krankheit (Bakteriose, Pseudomonas spp.) Ausfluss und Krebswunden, keine Insekten → Einheit 17 — (Krankheit)
Äste wachsen zurück, allgemeine Schwächung zusammen mit Läusekolonien Blatt- / Schildläuse (starker Befall) Kolonien + Honigtau; befallene Äste beim Schnitt entfernen Monografie: Läuse

Austrocknen der Spitzen: Schädling oder Krankheit?

Das Welken und Vertrocknen einzelner Spitzen der Sommertriebe ist typisch für einen Bohrer (Haselbock) — suchen Sie nach dem Gang im Inneren des Triebes. Wenn hingegen ganze Äste unter Krebswunden und Ausfluss austrocknen, handelt es sich wahrscheinlich um eine Bakteriose (Einheit 17) und nicht um einen Schädling. Befallene Äste werden 60–90 cm unterhalb der erkrankten Stelle entfernt, mit desinfiziertem Werkzeug.

Frucht (Haselnuss)

Die Frucht ist das wirtschaftlich wichtigste Organ, und hier entscheidet sich der Marktwert der Ernte.

Sichtbare Schäden / Symptome Wahrscheinlichste Ursache Unterscheidung / Bestätigung Siehe Monografie
Frucht "madig": Kern angefressen und mit Kot gefüllt; in der Frucht cremeweiße Larve mit braunem Kopf Haselrüssler (Curculio nucum) Häufigste und bekannteste Ursache von Madigkeit; eine Generation pro Jahr Monografie: Haselrüssler
Runde Austrittsöffnung an der Schale der reifen/abgefallenen Frucht Haselrüssler (Larve hat die Frucht verlassen) Öffnung bedeutet, dass die Larve bereits ausgegangen ist; Schale innen angefressen Monografie: Haselrüssler
Junge, gerade angelegte Früchte durchbohrt und abfallend Haselrüssler (Zusatznahrung und Eiablage) Kleine Löcher; Früchte verformen sich und fallen ab Monografie: Haselrüssler
Früchte "wanzenartig": hohl oder schlecht gefüllt, Kern deformiert Phytophage Wanzen (Gonocerus, Palomena, Nezara u. a.) Stiche der Wanzen; saugen den Fruchtinhalt Monografie: Wanzen
Kern fault, unangenehmer Geruch; Frucht bleibt am Baum von schlechter Qualität Wanzen als Überträger (Nematospora coryli — Kernfäule) Wanzen übertragen den Pilz; zusammen mit dem Schädling entsteht auch eine Krankheit → siehe auch Einheit 17 Monografie: Wanzen
Frucht madig, aber Larve/Schaden anders als beim Haselrüssler Eichenspanner (Cydia spp.) Sekundärer Schädling; Raupe des Spanners, keine Käferlarve Monografie: Spanner
Fruchtfaule an Stichstellen (Monilia, Botrytis, Fusarium, Nematospora) Krankheit an Wunden des Schädlings Stiche des Schädlings sind Eintrittspforten für Pilze → primär Einheit 17, aber bekämpfen Sie auch den Schädling — (Krankheit, sekundär)

Madige Frucht: Haselrüssler vs. Spanner

Mit Abstand die häufigste Ursache für madige Haselnüsse in Kroatien ist der Haselrüssler (Curculio nucum): In der Frucht finden Sie eine cremeweiße Larve mit braunem Kopf, umgeben von Kot, und später eine runde Austrittsöffnung. Der Eichenspanner (Cydia spp.) ist ein sekundärer Schädling und gibt eine Raupe (Schmetterlingslarve) von anderer Erscheinung. Die Unterscheidung ist wichtig, da Monitoring (Pheromonfallen für Spanner) und Bekämpfungsfristen unterschiedlich sind.

Zahlen (informationell): Der Haselrüssler verursacht in tragenden Anlagen 10–40 % geschädigter Früchte, und die fremdsprachige Literatur nennt Ertragsverluste von über 80 % in ungünstigen Jahren ohne Schutz. Der kritische Wert für die Behandlung wird oft als Auftreten von mehr als einem Imago (erwachsenes Insekt) pro Strauch angegeben, bzw. 3–4 erwachsene Insekten pro Strauch nach anderen Quellen. Erwachsene Insekten erscheinen von Anfang Mai bis August. Die Zahlen sind orientierend und hängen von Sorte, Standort, Monitoring-Methode und Vorschriften ab.

Wurzel / Stamm

Spuren am Boden und am Stamm sind bei der Haselnuss seltener, dürfen aber nicht vernachlässigt werden.

Sichtbare Schäden / Symptome Wahrscheinlichste Ursache Unterscheidung / Bestätigung Siehe Monografie
Gänge und Bohrungen im unteren Teil des Stamms/Triebs; Larven im Holz Bohrer / Bockkäfer (z. B. Oberea linearis) Sägespäne, Gänge; durch Aufschneiden prüfen Monografie: Bohrer
Geschädigte Rinde, angefressene unterirdische Jungtriebe/Wurzeln Bodenschädlinge (Drahtwürmer, Engerlinge — allgemeine Obstbauart) Weniger spezifisch für Haselnuss; Boden prüfen Monografie: Bodenschädlinge
Austrocknen der gesamten Pflanze von der Wurzel her, keine Insekten; Krebswunden am Stamm Krankheit (Wurzelfäule, Bakteriose) Keine Bohrungen/Insekten → Einheit 17 — (Krankheit)
Wurzelbrut (Ausläufer) wächst üppig um den Stamm herum Kein Schädling — Agrotechnik Werden durch Schnitt/Herbizid gegen Ausläufer entfernt — (Agrotechnik)

Wenn die Ursache KEIN Schädling ist: Krankheiten und abiotischer Stress

Ein großer Teil der "verdächtigen" Symptome an der Haselnuss ist nicht das Werk eines Insekts oder einer Milbe. Typische Beispiele, die leicht mit einem Schädlingsbefall verwechselt werden:

  • Blattfleckenkrankheit und Austrocknen der Knospen (Labrella coryli / Gloeosporium coryli): Ringförmige Flecken am Blatt (helle Zone umgeben von dunkler), Nekrose und Blattabwurf, Austrocknen der Knospen — tritt nach kalten und regenreichen Perioden auf. Knospen trocknen aus, sind aber nicht geschwollen wie bei der Milbe.
  • Bakteriose (Pseudomonas syringae pv. avellanae u. a.): Krebswunden an Ästen, gelber Ausfluss, Austrocknen der Äste und der gesamten Pflanze. Verbreitet sich auch mit nicht desinfiziertem Werkzeug.
  • Fruchtfaule (Monilia, Botrytis, Fusarium, Nematospora): Entstehen an Stich-/Verletzungsstellen — oft in Kombination mit einem Schädling, aber ein Mittel gegen Insekten stoppt den Pilz nicht.
  • Abiotischer Stress: Frost an Kätzchen und Knospen, Trockenheit, Nährstoffmangel, Phytophotoxizität — Diskoloration und Austrocknung ohne sichtbaren Organismus.

In all diesen Fällen schauen Sie in Einheit 17 (Krankheiten und abiotische Störungen). Der entscheidende Test: Wenn bei gründlicher Untersuchung (Lupe, Aufschneiden von Knospe/Frucht, Prüfung der Blattunterseite) kein einziger Schädling gefunden wird, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Krankheit oder abiotische Ursache.

Schädling öffnet Tür für Krankheit

Viele pilzliche und bakterielle Infektionen dringen genau durch die Wunden ein, die Schädlinge verursachen (Stiche des Haselrüsslers, Wanzen, Schnittwunden). Daher ist eine konsequente Schädlingsbekämpfung zugleich eine Prävention gegen sekundäre Fäulnis und Austrocknen der Früchte.

Saisonale Checkliste für die Bestandskontrolle

Zeitraum Zu überprüfende Merkmale Zielorganismus (Schädling)
Februar (Ruhephase) Knospen (Stichprobe: 100 Knospen) Haselknospengallmilbe – „große Knospen“
Anschwellen/Öffnen der Knospen Knospen, erstes Blattgewebe Haselknospengallmilbe (Migration bei >15 °C)
Austrieb Blattränder, Löcher Blattkäfer (Phyllobius), Haselmaus (Nebenfrucht)
Blüte / nach der Blüte Triebe, junge Früchte Haselmaus, Haselmaus
Mai–August Früchte, Blätter, Honigtau Haselmaus, Wanzen, Blattläuse
Sommerhitze Blattunterseiten, Marmorierung Kaminmilbe / Rote Spinne
Schnitt (Ruhephase) Äste mit Kolonien, Schildläusen Blatt- und Schildläuse (befallene Äste entfernen)

Praktische Empfehlungen und häufige Fehler

  • Behandeln Sie nicht „blind“. Finden Sie zunächst den Erreger. Ein Schwefelpräparat gegen Milben hilft nicht, wenn die Knospe tatsächlich von einem Pilz befallen ist.
  • Schneiden Sie aus und verwenden Sie eine Lupe. Haselknospengallmilbe (~0,2 mm) und Larven der Haselmaus lassen sich erst aus der Nähe sicher bestätigen. Ohne Bestätigung ist die Diagnose nur eine Vermutung.
  • Beachten Sie den richtigen Zeitpunkt. Für die Milbe ist die Migrationsphase entscheidend (Temperatur >15 °C); für die Haselmaus das Auftretenszeitraum der Imagines (Mai–August). Eine verspätete Behandlung ist verschwendetes Geld.
  • Unterscheiden Sie zwischen Beißen und Saugen. Abgebeißte Ränder = Beißkäfer; klebrige „nasse Blätter“ und Rußtaupilze = saugende Insekten (Blattläuse).
  • Beachten Sie Resistenzen. Die Praxis zeigt, dass Blattläuse gegenüber bestimmten Wirkstoffen zunehmend unempfindlicher werden (z. B. Deltamethrin) – verlassen Sie sich nicht jedes Jahr auf dasselbe Mittel.
  • Mechanische Maßnahmen lohnen sich. In kleineren Anlagen reduzieren das Entfernen und Vernichten deformierter („großer“) Knospen sowie das Entfernen von Ästen mit Läusekolonien beim Schnitt den Befall ohne Chemieeinsatz.
  • Prüfen Sie die Zulassung. Überprüfen Sie stets die Genehmigung des Mittels in der Datenbank des Ministeriums (FIS – Phytosanitäres Informationssystem) und beachten Sie die IPM-Regeln (Integrierte Pflanzenschutzmaßnahmen) und Wartezeiten.

In der Literatur genannte Dosierungen und Mittel (zur Information)

Die folgenden Daten wurden aus einer Literatursammlung zur Orientierung entnommen. Sie stellen keine Anwendungsempfehlung dar – prüfen Sie vor jeder Anwendung die aktuelle Zulassung, Dosierung und Wartezeit.

Schädling Ansatz / Mittel (aus der Literatur) Dosierung/Konzentration (zur Information)
Haselknospengallmilbe Schwefelpräparate (Chromosul 80, Kumulus DF, Microthiol Special Disperss, Cosavet DF) z. B. Chromosul 80 ~0,5–1 % (500–1000 g / 100 l Wasser); bessere Wirkung bei >15 °C
Haselknospengallmilbe + Bakteriose (kombiniert) Cuprablau Z + Chromosul 80 Cuprablau Z ~0,5–0,6 % + Chromosul 80 ~1 %
Blattläuse Spirotetramat (Movento, systemisch); Deltamethrin (Decis 100 EC); + silikonische Polymere (Silmax EC) gemäß Etikett; Deltamethrin-Präparate beschränkt auf BBCH 50–59
Honigtau (Hilfsmittel) Lösungsmittel für Honigtau (z. B. FitoDimel) 250–300 ml / 100 l Wasser (50–100 ml als Hilfsmittel)
Haselmaus / Wanzen Zugelassene Insektizide (Mai–August) gemäß Etikett und FIS

In Kroatien gibt es keine speziell für die Haselknospengallmilbe zugelassenen Akarizide, daher wird die indirekte Wirkung von Schwefelfungiziden genutzt; gegen Haselmaus und Wanzen werden Insektizide mit Genehmigung des Ministeriums im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte August eingesetzt. Alle Dosierungen, Mittel und Fristen sind informativ und hängen von der Sorte, dem Standort und den geltenden Vorschriften ab.

Quellen

Dieser Artikel ist ein KI-Zusammenfassung, die aus einer internen Literatursammlung zu Haselnuss (RAG-Korpus) unter Ergänzung öffentlich zugänglicher Quellen entstanden ist. Die wichtigsten verwendeten Quellen:

  • Haselknospengallmilbe – sehr wichtiger / wichtiger Schädling der Haselnuss (Gospodarski list / AgroPortal.hr) – Beschreibungen der Symptome „großer Knospen“, zwei Formen der Milbe, Schwefelpräparate.
  • Bekämpfung schädlicher Organismen in Haselnussanlagen (2009.) – Haselmaus, Fruchtkäferfraß, Milbenmigration, Marmorierung durch Rote Spinne.
  • Krankheiten und Schädlinge der Haselnuss – Repozitorij (2020.) – Grüne Obstblattkäfer (Phyllobius piri), Wanzen und Nematospora coryli.
  • Wichtigste Schädlinge der Haselnuss (Mitteilungen des Pflanzenschutzes, 2011.) – Myzocallis coryli, Oberea linearis, Eulecanium, Cydia amplana, biologische Kontrolle (Trioxys/Trioxys pallidus).
  • Wie man sich der Haselmaus auf natürliche Weise entledigt (Agroklub, 2016.) – Beschreibung und Biologie der Haselmaus.
  • Zeit für den frühjahrsfrühen Schutz der Haselnuss (Agroklub, 2017.) / Versäumen Sie nicht den ersten frühjahrsfrühen Schutz (2019.) – Schadschwellen, Schwefeldosierungen, Bakteriose vs. Milbe.
  • Mitteilung an kommerzielle Haselnussproduzenten – Ministerium für Landwirtschaft (2025.) – Empfehlungen und Fristen für den Pflanzenschutz, FIS.
  • Empfehlung für Eigentümer von Dauerkulturen (Haselnuss) (2025.) – Blattläuse, „nasse Blätter“ / Honigtau, Spirotetramat und Deltamethrin, Resistenzen.
  • Schützen Sie Ihre Haselnussanlagen nach starken Regenfällen (2025.) – Blattfleckenkrankheit und Austrocknen der Knospen (Labrella coryli).
  • Haselmaus (Pantilius tunicatus) und andere Schädlinge – Umweltverträglichkeitserklärung (PPO Lješnjak).
  • Fitoeko-Katalog 2024 – Lösungsmittel für Honigtau (FitoDimel).
  • Curculio nucum (Haselmaus) – Wikipedia, CABI Compendium, MDPI Agronomy: https://en.wikipedia.org/wiki/Curculio_nucum ; https://www.mdpi.com/2073-4395/12/12/3059
  • Phytoptus avellanae (Haselknospengallmilbe) – NDP-39 (Plant Biosecurity Diagnostics), PNW Pest Management Handbooks, Wikipedia: https://www.plantbiosecuritydiagnostics.net.au/app/uploads/2018/11/NDP-39-Hazelnut-big-bud-mite-Phytoptus-avellanae-Nalepa-V1.pdf ; https://pnwhandbooks.org/insect/nut/hazelnut/hazelnut-filbert-bud-mite

Für detaillierte Biologie, Monitoring und Bekämpfung eines einzelnen Schädlings sehen Sie bitte in der entsprechenden Monografie in diesem Kompendium (15. Kompendium der Schädlinge) nach. Wenn ein Symptom auf eine Krankheit oder eine abiotische Ursache hindeutet, sehen Sie bitte in der Einheit 17 nach.

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