Bluthasel, Lambertshasel & Haselnuss: Unterschiede und welche Früchte essbar sind¶
KI-generierter Inhalt — vor der Anwendung prüfen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und kann Fehler enthalten. Er ist ein Ausgangspunkt, keine Fachberatung — mit einem Agronomen prüfen.
Die Frage nach dem Unterschied zwischen Bluthasel, Lambertshasel und der gewöhnlichen Haselnuss ist für jeden Hobbygärtner und Kleinobstzüchter relevant, der sowohl optische Akzente als auch essbare Ernte einplant. Dieser Artikel klärt, welche Sorten tatsächlich nutzbar sind, wie sich die botanischen Merkmale unterscheiden und was Sie bei der Bestäubung beachten müssen, um einen erfolgreichen Anbau zu gewährleisten.
Bluthasel, Lambertshasel und gewöhnliche Haselnuss im Überblick¶
Um die Unterschiede zu verstehen, muss man zunächst die botanische Basis betrachten. Die gewöhnliche Haselnuss (Corylus avellana) ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Art und bildet die Grundlage für die meisten kommerziellen Sorten. Die Bluthasel ist keine eigenständige Art, sondern eine dekorative Zuchtform der Walnuss-Hasel (Corylus maxima), genauer gesagt die Sorte Corylus maxima 'Purpurea'. Sie ist vor allem für ihr dunkles, purpurrotes Laub bekannt. Die Lambertshasel hingegen ist eine Hybride, die durch Kreuzung der gewöhnlichen Haselnuss (Corylus avellana) mit der Walnuss-Hasel (Corylus maxima) entstanden ist. Diese Kreuzung vereint die Robustheit der europäischen Art mit den großfrüchtigen Eigenschaften der orientalischen Art.
Während die gewöhnliche Haselnuss oft als Strauch wächst, können die Lambertshaseln und die Walnuss-Hasel-Arten baumartiger werden. Die Bluthasel bleibt jedoch meist strauchförmig und wird primär als Ziergehölz genutzt. Ein wichtiger Unterschied liegt auch in der Hülle der Nuss: Bei der gewöhnlichen Haselnuss ist die Hülle (Kupule) blattartig und umschließt die Nuss oft nur teilweise, während bei der Walnuss-Hasel und ihren Nachkommen die Hülle borstenartig sein kann oder die Nuss fast vollständig umhüllt. Diese morphologischen Unterschiede haben direkte Auswirkungen auf die Erntbarkeit und die Vermarktung der Früchte.
Bluthasel (Corylus maxima 'Purpurea'): Sind die Nüsse essbar?¶
Eine der häufigsten Fragen lautet: Kann man die Nüsse der Bluthasel essen? Die Antwort ist differenziert. Botanisch gesehen trägt die Bluthasel (Corylus maxima 'Purpurea') Früchte, die technisch gesehen essbar sind. Allerdings sind die Nüsse im Vergleich zu den spezialisierten Obstsorten oft kleiner, haben eine sehr harte Schale und den Kern ist häufig klein im Verhältnis zur Schale. Der Geschmack kann variieren, ist aber oft nicht so aromatisch oder fettreich wie bei den für den Verzuch gezüchteten Sorten.
Der Hauptzweck der Bluthasel ist die Zierwirkung. Das intensive Purpurrot des Laubs, das sich im Herbst in ein leuchtendes Gelb-Orange verwandelt, macht sie zu einem beliebten Gehölz für Gärten und Parks. Für den kommerziellen Anbau oder die ernährungsphysiologische Nutzung ist die Bluthasel daher weniger geeignet. Wenn Sie Haselnüsse für den Eigenverzehr oder den Verkauf anbauen, sollten Sie sich stattdessen auf Sorten konzentrieren, die speziell für Fruchtqualität und Ertrag gezüchtet wurden. Die Bluthasel bleibt also eher ein optischer Akzent, der zwar kleine Nüsse trägt, aber nicht als primelle Erntequelle betrachtet werden sollte.
Lambertshasel: die großfrüchtige Nuss-Spezialistin¶
Die Lambertshasel hat sich in den letzten Jahrzehnten als die führende Sorte für den kommerziellen Haselnussanbau etabliert. Als Hybride aus Corylus avellana und Corylus maxima vereint sie die besten Eigenschaften beider Elternteile. Die Früchte sind deutlich größer als die der gewöhnlichen Haselnuss, haben eine glatte, helle Schale und einen hohen Kernanteil. Der Geschmack ist mild und nussig, was sie besonders für die Lebensmittelindustrie und den Direktverkauf attraktiv macht.
Ein entscheidender Vorteil der Lambertshasel ist ihre Anpassungsfähigkeit. Sie verträgt verschiedene Bodenverhältnisse besser als viele andere Sorten und ist relativ robust gegenüber Krankheiten, obwohl sie anfällig für bestimmte Pilzkrankheiten wie die Haselnussfruchtfliege oder die Haselnussrostkrankheit sein kann. Die Erträge sind im Vergleich zur gewöhnlichen Haselnuss oft höher und gleichmäßiger. Für gewerbliche Züchter ist die Lambertshasel daher die erste Wahl, da sie einen hohen wirtschaftlichen Ertrag verspricht. Die Nüsse sind leicht zu schälen und haben eine lange Haltbarkeit, was sie zu einem wertvollen Produkt macht.
Vergleichstabelle: Laub, Ertrag, Geschmack, Bestäubung¶
Um die Unterschiede auf einen Blick zu erfassen, hilft folgende Übersicht. Beachten Sie, dass Werte je nach Standort, Boden und Pflege variieren können.
| Merkmal | Bluthasel (C. maxima 'Purpurea') | Lambertshasel (Hybrid) | Gewöhnliche Haselnuss (C. avellana) |
|---|---|---|---|
| Hauptzweck | Zierpflanze (Laub) | Kommerzieller Anbau (Nuss) | Zier & Eigenbedarf |
| Laubfarbe | Purpurrot, im Herbst gelb | Grün | Grün |
| Nussgröße | Klein, variabel | Groß, einheitlich | Mittel, variabel |
| Geschmack | Oft minderwertig, kernarm | Mild, aromatisch, fettreich | Intensiv, nussig |
| Ertrag | Gering (nicht optimiert) | Hoch, regelmäßig | Mittel bis hoch |
| Bestäubung | Benötigt Pollenspender | Benötigt kompatiblen Partner | Benötigt kompatiblen Partner |
Diese Tabelle verdeutlicht, dass die Wahl der Sorte stark vom Ziel abhängt. Wer Optik sucht, wählt die Bluthasel; wer Ertrag und Qualität will, entscheidet sich für die Lambertshasel.
Welche kaufen — für Nüsse oder für die Optik?¶
Die Entscheidung für den Kauf hängt von Ihrer individuellen Nutzung ab. Wenn Sie einen Garten haben und ein Gehölz suchen, das im Frühjahr mit gelben Kätzchen und im Sommer mit dunklem Laub besticht, ist die Bluthasel eine hervorragende Wahl. Sie erfordert wenig Pflege und ist winterhart. Allerdings sollten Sie nicht erwarten, eine signifikante Menge an essbaren Nüssen zu ernten.
Für den Anbau von Haselnüssen zum Verzehr oder Verkauf ist die Lambertshasel unübertroffen. Sie bietet die beste Kombination aus Fruchtgröße, Geschmack und Ertrag. Die gewöhnliche Haselnuss ist eine gute Alternative für kleine Gärten oder wenn Sie traditionelle Sorten bevorzugen, die oft widerstandsfähiger gegen extreme Wetterbedingungen sind. Es ist wichtig, bei der Auswahl zu bedenken, dass Haselnusssträucher einhäusig sind, aber zur optimalen Befruchtung unterschiedliche Sorten benötigt werden. Kaufen Sie daher immer mindestens zwei verschiedene, kompatibel Sorten, die sich gegenseitig bestäuben können.
Bestäubung: Was die Zierhasel zum Tragen braucht¶
Haselnüsse sind windbestäubt und benötigen zur Fruchtbildung Pollen von einer anderen Sorte. Dies gilt für Bluthasel, Lambertshasel und gewöhnliche Haselnuss gleichermaßen. Die Blütezeit ist sehr früh im Jahr, oft schon im Februar oder März, bevor das Laub austreibt. Die männlichen Kätzchen hängen herab, während die weiblichen Blüten als kleine rote Knospen erscheinen.
Für die Bluthasel (Corylus maxima 'Purpurea') können andere Corylus maxima-Sorten oder auch Corylus avellana-Sorten als Bestäuber dienen, da sie botanisch nahe verwandt sind. Bei der Lambertshasel ist es entscheidend, eine Bestäubersorte zu wählen, deren Blütezeit mit der der Lambertshasel übereinstimmt. Beliebte Bestäuber für Lambertshaseln sind oft Sorten wie 'Tonda Gentile' oder 'Cosford'. Ohne einen geeigneten Partner bleibt die Ernte aus oder ist extrem gering. Planen Sie Ihren Anbau daher immer mit mindestens zwei Sorten, die sich gegenseitig bestäuben können. Die Distanz zwischen den Bäumen sollte nicht zu groß sein, da der Wind den Pollen transportiert.
Bezugsquellen und Preise¶
Bezugsquellen für Haselnusssträucher finden Sie in spezialisierten Baumschulen, Online-Pflanzenshops oder bei landwirtschaftlichen Genossenschaften. Der Preis variiert stark je nach Alter der Pflanze, Sorte und Größe. Jungpflanzen kosten oft weniger, benötigen aber länger, bis sie in die Ernte kommen. Ältere, bereits tragende Pflanzen sind teurer, liefern aber schneller Ertrag.
Für die Bluthasel sind die Preise oft moderat, da sie als Zierpflanze gehandelt wird. Lambertshaseln und spezielle Obstsorten können teurer sein, insbesondere wenn sie zertifiziert krankheitsfrei sind. Es ist ratsam, lokale Bezugsquellen zu bevorzugen, da diese Pflanzen oft besser an das regionale Klima angepasst sind. Fragen Sie bei der Bestellung immer nach der Bestäubungskompatibilität, um Fehlkauf zu vermeiden. Da Preise und Verfügbarkeit saisonal schwanken, informieren Sie sich vor dem Kauf bei mehreren Anbietern und vergleichen Sie die Angebote. Denken Sie daran, dass die langfristigen Kosten für Pflege und Ernte die initialen Anschaffungskosten übertreffen können, weshalb die Wahl der richtigen Sorte von Anfang an entscheidend für den Erfolg ist.