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Haselnuss-Blattwespe (Croesus septentrionalis)

Inhalt wurde durch künstliche Intelligenz generiert — bitte vor der Anwendung prüfen

Dieser Artikel wurde automatisch aus einer Sammlung der Haselnuss-Literatur unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und kann Fehler oder veraltete Daten enthalten. Er dient als Ausgangspunkt für weitere Recherchen und nicht als fachlicher Rat. Dosierungen, Mittel und Anwendungszeitpunkte sind informativ und hängen von der Sorte, dem Standort und den geltenden Vorschriften ab. Bitte prüfen Sie vor der Anwendung unbedingt bei der Beratungsstelle und auf offiziellen Quellen.

Die Haselnuss-Blattwespe (Croesus septentrionalis) ist ein gelegentlicher, aber manchmal sehr auffälliger Schädling an Haselnuss. Obwohl sie in fruchtbaren, etablierten Anlagen selten wirtschaftlich relevant ist, können ihre Raupen das Laub junger Sträucher und Setzlinge innerhalb von nur ein bis zwei Tagen vollständig kahlfressen und hinterlassen nur noch die Hauptnerven. Die Besonderheit dieses Schädlings liegt nicht nur in der schnellen Angriffsintensität, sondern auch darin, dass es in Kroatien keines Insektizids gibt, das speziell für seine Bekämpfung zugelassen ist, und zudem einige biologische Präparate, die normalerweise Raupen gut bekämpfen (z. B. Bacillus thuringiensis), keine Wirkung zeigen — da es sich nicht um einen Schmetterling, sondern um eine Hautflügler-Wespe handelt. Im Folgenden werden Biologie, Erkennung, Schadensschwellen und realistische Bekämpfungsmöglichkeiten dargestellt.

Raupen der Haselnuss-Blattwespe auf einem Haselnussblatt
Raupen der Haselnuss-Blattwespe auf einem Haselnussblatt. Foto: MEBeton — [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hazel_sawfly_caterpillars.JPG).

Was ist die Haselnuss-Blattwespe und warum ist sie besonders?

Die Haselnuss-Blattwespe gehört zur Familie der Blattwespen (Tenthredinidae), Ordnung Hautflügler (Hymenoptera). Dies ist systematisch von Bedeutung: Ihre Larven sind keine echten Raupen (Raupe sind Larven von Schmetterlingen, Ordnung Lepidoptera), sondern Scheinauppen oder „falsche Raupen“. Der Unterschied ist mehr als nur terminologisch, da er direkt bestimmt, welche Pflanzenschutzmaßnahmen überhaupt wirken können.

Scheinauppen von Blattwespen ähneln optisch Raupen, unterscheiden sich jedoch durch die Anzahl der Bauchbeine (normalerweise sechs oder mehr Paare Bauchfüßchen, während echte Raupen höchstens fünf Paare haben) und durch ihr Verhalten. Aufgrund dieser biologischen Unterschiede:

  • Bakterielle Präparate auf Basis von Bacillus thuringiensis (Bt) wirken nicht auf Scheinauppen von Blattwespen. Bt-Toxine zielen auf den Darmepithel von Schmetterlingslarven ab; Larven von Hautflüglern (Wespen) sind dafür nicht empfindlich. Bt ist daher trotz seiner häufigen Anwendung als „Bio“-Mittel gegen Raupen wertlos gegen die Haselnuss-Blattwespe.
  • Aus demselben Grund sollte bei der Übertragung von Empfehlungen „gegen Raupen“ auf diesen Schädling Vorsicht geboten sein — ein Teil davon (insbesondere mikrobiologische) ist schlicht nicht anwendbar.

In der Fachliteratur zur Haselnuss wird dieser Schädling unter dem Namen Croesus septentrionalis (in älteren und volkstümlichen Quellen auch als Craesus septentrionalis) erwähnt und als periodischer Defoliant beschrieben, der „randständig das Laub befällt“ und in Gruppen lebt.

Erkennung und Symptome

Scheinauppen

Das charakteristische Aussehen der Scheinauppen erleichtert die Diagnose:

  • Länge bis zu fast 3 cm (ca. 25 mm bei vollständiger Entwicklung);
  • goldgelb bis gelbe Farbe, mit schwarzem Kopf und querverlaufenden dunklen Rückenstreifen/-linien;
  • leben und fressen gruppenweise (gregar), was sie an den Blatträndern leicht erkennbar macht;
  • bei Störung der Kolonie heben sie oft synchron den hinteren Teil des Körpers in eine erkennbare „S“-Schutzpose (aposematisches, warnendes Verhalten).
Gruppensitzende Scheinauppen der Haselnuss-Blattwespe, gelb mit schwarzem Kopf
Gruppensitzende Scheinauppen der Haselnuss-Blattwespe, gelb mit schwarzem Kopf. Foto: S. Rae from Scotland, UK — [CC BY 2.0](https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Croesus_septentrionalis_(Birch_sawfly)_larvae_-_Flickr_-_S._Rae.jpg).

Schäden am Laub

Die Scheinauppen befallen das Blatt von der Kante her nach innen und fressen die gesamte Blattspreite so kahl, dass am Ende nur noch die Hauptnerven (Grundnerven) übrig bleiben. Dieser „Skelett“-Zustand des Blattes ist sehr charakteristisch und unterscheidet den Befall durch die Wespe vom Fraß, der unregelmäßige Löcher hinterlässt.

Der Befall kann heimtückisch und schnell sein: In der Literatur wird ein Fall aus dem Jahr 2020 beschrieben, in dem der Schaden an jungen Setzlingen „in nur einem bis zwei Tagen enorm“ war, und die Blattmasse an einzelnen Pflanzen fast vollständig verschwand — die Pflanzen sahen aus „als ob sie abgefressen worden wären“.

Gruppe von Scheinauppen der Haselnuss-Blattwespe, die randständig am Blatt frisst
Gruppe von Scheinauppen der Haselnuss-Blattwespe, die randständig am Blatt frisst. Foto: MEBeton — [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Four_hazel_sawfly_larvae.JPG).
Merkmal Haselnuss-Blattwespe (Croesus septentrionalis)
Schädlingsgruppe Blattwespe (Tenthredinidae), Hautflügler — kein Schmetterling
Schadstadium Scheinauppen (falsche Raupen)
Größe der Scheinauppe ca. 25–30 mm
Farbe goldgelb/gelb, schwarzer Kopf, querverlaufende dunkle Streifen
Verhalten gregar (in Gruppen), randständiges Ausfressen des Blattes
Typisches Symptom Blatt bis zu den Hauptnerven kahl gefressen („Skelettierung“)
Am stärksten gefährdet junge Sträucher, Setzlinge, Pflanzen in der Phase der Kronenformung

Biologie und Lebenszyklus

Scheinauppe der Haselnuss-Blattwespe (Craesus septentrionalis) in der Schutz-„S“-Pose
Scheinauppe (Larve) der Haselnuss-Blattwespe (Craesus septentrionalis) in der erkennbaren „S“-Schutzpose — ein Foto der adulten Wespe war nicht verfügbar. Foto: Holger Krisp — [CC BY 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Breitf%C3%BC%C3%9Fige_Erlenblattwespe_Craesus_septentrionalis.jpg).

Die Haselnuss-Blattwespe entwickelt sich unter unseren Bedingungen in der Regel zweimal jährlich. Die Schlüsselphasen:

  1. Eiablage. Weibchen legen Eier auf das Laub der Haselnuss (und anderer Wirtspflanzen — siehe unten).
  2. Fütterung der Scheinauppen. Scheinauppen halten sich in Gruppen auf und fressen von der Blattrandseite. Sie sind vorhanden:
  3. erste Generation — ab Mitte Juni,
  4. zweite Generation — bis Mitte September.
  5. Verpuppung im Boden. Nach Beendigung der Fütterung und vollständiger Entwicklung begeben sich die Scheinauppen in den Boden zur Verpuppung. Flach unter der Bodenoberfläche befinden sich ihre braunen Puppenkokons.
  6. Überwinterung. Scheinauppen der zweiten Generation überwintern im Kokon im Boden und geben im Frühjahr nach der Verpuppung neue adulte Wespen ab — der Zyklus beginnt von neuem.
Phase Zeitraum Standort
Scheinauppen 1. Generation ab Mitte Juni auf dem Laub der Haselnuss
Scheinauppen 2. Generation bis Mitte September auf dem Laub der Haselnuss
Verpuppung nach Beendigung der Fütterung flach im Boden (brauner Kokon)
Überwinterung Herbst–Winter Scheinauppen der 2. Gen. im Kokon im Boden
Auftreten adulter Wespen Frühjahr aus den überwinterten Kokons

Die Tatsache, dass sich der Schädling flach im Boden verpuppt und überwintert, eröffnet Raum für indirekte, mechanische Maßnahmen (siehe „Bekämpfung“).

Wirtspflanzen

Neben der Haselnuss (Corylus avellana) befällt die Haselnuss-Blattwespe auch eine Reihe von Zier- und Laubhölzern aus den Gattungen Alnus (Erle), Betula (Birke), Carpinus (Hainbuche), Acer (Ahorn), Populus (Pappel). Daher muss die Infektionsquelle nicht nur die Anlage sein — umstehende Laubbäume können als Reservoir für die Population dienen.

Blatt und Strauch der Haselnuss (Corylus avellana), Wirtspflanze
Blatt und Strauch der Haselnuss (Corylus avellana), Wirtspflanze. Foto: Hladac — [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:(ms)_Corylus_avellana_7.jpg).

Wirtschaftliche Bedeutung und Schadensschwelle

In der Praxis ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Aus Literatur und Feldbeobachtungen:

  • Fruchtbare Anlagen mit entwickeltem Kronenvolumen sind in der Regel NICHT erheblich durch Scheinauppen am Laub geschädigt. Eine adulte, kräftige Haselnuss verträgt den Verlust eines Teils der Blattmasse ohne messbaren Einfluss auf die Ernte.
  • Schäden treten nur an einzelnen jungen Sträuchern auf, wenn sich auf dem Laub eine größere Anzahl von Scheinauppen entwickelt, was zu Defoliation führt. Am empfindlichsten sind Setzlinge und Pflanzen in der Phase der Kronenformung, denen jedes Blatt für den Aufbau der Krone wertvoll ist.

Defoliationsschwelle

Für diesen Schädling an der Haselnuss existiert keine offiziell vorgeschriebene, zahlenmäßig definierte wirtschaftliche Schwelle, daher sollte die Entscheidung für einen Eingriff auf der Grundlage der Defoliationsschätzung und des Pflanzenalters getroffen werden. Als Orientierung (übernommen aus der Praxis bei verwandten Blattwespen) gilt die Regel, dass ein Eingriff in der Regel nicht gerechtfertigt ist, solange weniger als ~50 % der Blattmasse an einer gesunden, gut entwickelten Pflanze kahl gefressen sind. Für junge Setzlinge und neu formierte Sträucher muss die Schwelle deutlich niedriger sein — bei ihnen kann bereits ein geringerer Prozentsatz an Defoliation die Entwicklung verzögern, sodass es gerechtfertigt ist, auch früher zu reagieren.

Orientierung, keine Regel

Die genannten ~50 % sind als grobe Orientierung für adulte Pflanzen zu verstehen, die aus der Erfahrung mit verwandten Wespen übertragen wurde. Für Setzlinge, junge Anlagen und einzelne Sträucher im Hausgarten gilt der Ansatz der „Null-Toleranz gegenüber Defoliation“, da das Ziel ist, die für den Kronenaufbau benötigte Blattmasse zu erhalten.

Die praktische Konsequenz: In den meisten adulten, fruchtbaren Anlagen reicht in der Regel die Überwachung (Monitoring) und gegebenenfalls die lokale mechanische Entfernung der Kolonien aus, während eine gezielte Behandlung hauptsächlich in Baumschulen, jungen Anlagen und bei starken, lokal begrenzten Massenvermehrungen an jungen Pflanzen in Betracht kommt.

Bekämpfung

1. Mechanische und präventive Maßnahmen (erste Verteidigungslinie)

Da die Raupen in dichten Gruppen leben und leicht zu erkennen sind, sind mechanische Maßnahmen oft die effektivsten und kostengünstigsten – insbesondere in kleinen Anlagen und bei einzelnen Sträuchern:

  • Regelmäßige Kontrolle (Monitoring) junger Sträucher und Setzlinge ab Mitte Juni und erneut Ende des Sommers (September), da dies die Höhepunkte zweier Generationen sind.
  • Manuelles Entfernen (Abpflücken und Vernichten) befallener Blätter mit den gesamten Kolonien, solange die Raupen noch zusammengeballt sind – dadurch wird ein großer Teil der Population schnell reduziert.
  • Flache Bodenbearbeitung/Umgraben um die Sträucher herum im Herbst und Frühjahr, wodurch die Verpuppung und Überwinterung gestört wird (Puppen befinden sich flach unter der Oberfläche), ähnlich wie beim Haselnußbohrer.
  • Allgemeine Hygiene im Haselnussanbau (Unkrautbeseitigung, regelmäßige Pflege) und Beobachtung umstehender Laubbäume (Erle, Birke, Hainbuche, Ahorn, Pappel), die als Infektionsquelle dienen können.

2. Chemische und botanische Bekämpfung – was (nicht) wirkt

Wichtige Tatsache: In Kroatien gibt es keine zugelassenen Insektizide zur Bekämpfung der Haselnuß-Sägefliege. Das bedeutet, dass dieser Schädling nicht „zielgerichtet“ behandelt werden darf, sondern auf die sekundäre (Neben-)Wirkung von Mitteln gerechnet wird, die in der Haselnuss für andere Zwecke zugelassen sind (Blattläuse, Zünsler), unter strikter Einhaltung der Etikettierung.

  • Bt (Bacillus thuringiensis) – wirkt NICHT. Es handelt sich um eine Sägefliege (Hautflügler) und nicht um einen Schmetterling; die Raupen der Sägefliege sind nicht empfindlich gegenüber Bt-Toxinen. Bt ist daher keine Option.
  • Deltamethrin (Nebenwirkung). Präparate auf Basis von Deltamethrin (z. B. Decis 100 EC, Rotor Super, Scatto, Deltametrin 25 EC) sind in der Haselnuss zur Bekämpfung von Blattläusen und einigen Züsslern zugelassen, und da sie breit wirksam sind, werden sie auch gegen die Raupen der Haselnuß-Sägefliege wirksam sein, wenn sie im entsprechenden Zeitraum behandelt werden. Dies ist in der Praxis der häufigste Weg der „Bekämpfung“ – sekundär, nicht zielgerichtet.
  • Neonicotinoide. In der Literatur wird angegeben, dass „alle Neonicotinoide gleichermaßen wirksam auf die Raupen sind“; der Status der Zulassung und Erlaubnis für Neonicotinoide ändert sich jedoch (EU-Beschränkungen), daher darf nur dasjenige angewendet werden, das derzeit in der Haselnuss zugelassen ist.
  • Pflanzliche (botanische) Präparate für den ökologischen/integrierten Anbau – geeignet für junge Anlagen und einzelne Sträucher:
  • Azadirachtin (z. B. NeemAzal-T/S) – in der Literatur wird eine gute Wirksamkeit auf die Raupen berichtet;
  • Natürliches Pyrethrin aus der dalmatinischen Chrysanthemenblume (z. B. Abanto, Asset Five, Pyregard, Krisant EC).

Keine Zulassung = Vorsicht und Etikette

Da kein speziell für die Haselnuß-Sägefliege zugelassenes Mittel existiert, muss jede Anwendung auf ein in der Haselnuss für einen anderen (zugelassenen) Zweck zugelassenen Präparat gestützt werden und die zugelassene Kultur, Dosierung, Anzahl der Anwendungen, Wartezeit und alle Bedingungen der Etikettierung strikt eingehalten werden. Prüfen Sie zusätzlich bei der Beratungsstelle und in der offiziellen Datenbank der Pflanzenschutzmittel vor jeder Anwendung.

Übersicht der Möglichkeiten und informativen Dosierungen

Ansatz / Mittel Wirkstoff Informativ Dosis / Konzentration Status in Haselnuss Anmerkung
Manuelles Entfernen der Kolonien — — immer erlaubt am effektivsten bei kleinen/jungen Pflanzen
Bodenbearbeitung (Umgraben) — — immer erlaubt stört Verpuppung/Überwinterung
Decis / Rotor Super / Scatto / Deltametrin 25 EC Deltamethrin z. B. ~0,4–0,5 l/ha (laut Etikett für Läuse/Zünsler) zugelassen für Läuse/Zünsler sekundäre Wirkung auf Sägefliege
NeemAzal-T/S Azadirachtin ~0,2–0,3 % (2–3 l/ha) ökologisch/integriert gute Wirksamkeit auf Raupen
Abanto / Asset Five / Pyregard / Krisant EC natürliches Pyrethrin ~0,075–0,09 % ökologisch/integriert schneller „Knock-down“, kurze Wirkung
Bt-Präparate Bacillus thuringiensis — — wirkt NICHT (Sägefliege, kein Schmetterling)

Alle Dosierungen und Konzentrationen in der Tabelle sind informativ, aus der Literatur über Haselnuss übernommen und beziehen sich auf die zugelassene Verwendung des Präparats (meist Blattläuse/Zünsler). Die tatsächliche Dosis, Anzahl der Anwendungen und Wartezeit hängen von der Sorte, dem Standort, dem konkreten Präparat und der geltenden Etikettierung sowie den Vorschriften ab – bitte vor der Anwendung unbedingt prüfen.

Praktische Empfehlungen und häufige Fehler

Empfehlungen

  • Konzentrieren Sie das Monitoring auf junge Anlagen, Baumschulen und Setzlinge; erwachsene tragende Anlagen benötigen selten einen Eingriff.
  • Nutzen Sie das gregare (gruppenhafte) Verhalten des Schädlings: Solange die Raupen zusammengeballt sind, entfernt das manuelle Entfernen der Blätter die gesamte Kolonie auf einmal.
  • Terminieren Sie die Kontrolle auf zwei Phasen: ab Mitte Juni (1. Gen.) und während August–September (2. Gen.).
  • Graben Sie im Herbst/Frühjahr flach den Boden um die gefährdeten Sträucher, um die Puppen zu stören.
  • Wenn Sie unbedingt behandeln müssen, verwenden Sie ein zugelassenes Deltamethrin-Präparat unter Einhaltung der Etikettierung und Wartezeit, oder botanische Präparate (Azadirachtin, Pyrethrin) im ökologischen/integrierten Anbau.

Häufige Fehler

  • Anwendung von Bt „gegen Raupen“. Der häufigste und teuerste Irrtum – Bt wirkt auf die Sägefliege nicht.
  • Unnötige Behandlung eines erwachsenen tragenden Bestands aufgrund eines optisch auffälligen, aber wirtschaftlich unbedeutenden Befalls.
  • Umdeutung der Nebenwirkung in eine „zielgerichtete Behandlung“ und Überschreitung der zugelassenen Anzahl von Anwendungen oder der Wartezeit.
  • Vernachlässigung der zweiten Generation (September), nachdem die erste Generation „vorbei“ ist.
  • Ignorieren umstehender Laubbäume (Erle, Birke, Hainbuche, Ahorn, Pappel) als Quelle für erneute Infektion.

Zusammenfassung

Die Haselnuß-Sägefliege ist ein gelegentlicher Defoliant, dessen Raupen die Blätter bis zu den Hauptadern abfressen, zwei Generationen entwickelt (Juni und September), sich flach im Boden verpuppt und überwintert. Wirtschaftlich ist sie fast ausschließlich auf junge Pflanzen relevant; in tragenden Anlagen reicht die Überwachung aus. Das Wichtigste für die Schutzentscheidung: In Kroatien gibt es kein zugelassenes Insektizid für diesen Schädling, Bt wirkt nicht (Sägefliege, kein Schmetterling), daher wird auf die sekundäre Wirkung von Deltamethrin (zugelassen für Läuse/Zünsler) oder auf botanische Präparate im ökologischen/integrierten Anbau gesetzt – unter Einsatz mechanischer Maßnahmen als erste Verteidigungslinie.

Galerie

Raupen auf Haselnussblatt
Raupen auf Haselnussblatt. Foto: S. Rae aus Schottland, UK — [CC BY 2.0](https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Croesus_septentrionalis_(Birch_sawfly)_larvae_-_Flickr_-_S._Rae_(1).jpg).
Raupen auf Blatt
Raupen auf Blatt. Foto: Tony Holkham — [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sawfly_larvae_on_silver_birch_140701_(Tony_Holkham).JPG).
Schädlingsbefall Haselnußbohrer an Pflanze
Schädlingsbefall Haselnußbohrer an Pflanze. Foto: Tom71067 — [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), [Wikimedia Commons](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Curculio_nucum_1-TOM_9704-001.jpg).

Quellen

Dieser Artikel ist ein KI-Zusammenfassung, zusammengestellt aus einer Sammlung der Haselnuss-Literatur (interner RAG-Korpus) und öffentlich zugänglichen Quellen. Die wichtigsten verwendeten Quellen:

  • Wissen Sie, wie man die Haselnuß-Sägefliege bekämpft? — Gospodarski list — https://gospodarski.hr/rubrike/vocarstvo-rubrike/znate-li-kako-suzbijati-ljeskovu-osicu/
  • Krankheiten und Schädlinge der Haselnuss — Repository/Diplomarbeit (mit Foto der Raupe und Beschreibung der Symptome)
  • Haselnuß-Sägefliege — Beratungsstelle — https://www.savjetodavna.hr/2016/10/05/ljeskova-lisna-osica/
  • Bekämpfung von Schadorganismen in Haselnussanlagen (Raupen, Neonicotinoide, Deltamethrin) — agronomischer Fachartikel
  • Die wichtigsten Haselnussschädlinge — Glasnik zaštite bilja (2011.)
  • Haselnussanbau: Bekämpfung des Haselnußbohrers durch Umgraben — Agroklub (mechanische Bodenbearbeitungsmaßnahmen)
  • Croesus septentrionalis / Birch sawfly — Forestpests.eu — https://www.forestpests.eu/pest/croesus-septentrionalis
  • Craesus septentrionalis — Wikipedia — https://en.wikipedia.org/wiki/Craesus_septentrionalis
  • Croesus septentrionalis (hazel, sawfly) — CABI — https://www.cabi.org/isc/datasheet/16216
  • Gregariousness, field distribution and defence in the sawfly larvae Croesus varus and C. septentrionalis — Springer — https://link.springer.com/article/10.1007/BF00320623
  • Sawflies — University of Minnesota Extension (Bt wirkt nicht auf Sägefliegenraupen) — https://extension.umn.edu/yard-and-garden-insects/sawflies
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